Sturm

Stumm fällt die Nacht mit grober Schwere,
Sie drückt die viel zu kleinen Dächer.
Der Sonne letzten Rufe sterben,
Und Blut tropft aus Helios Becher.

Die Stille nur ist meine Sehnsucht
Und Ruhe vor den grauen Stürmen,
Die mächtig übers Land nun wehen
Und schwefelgelbe Wolken türmen.

Es modert schwarz des Sommers Süße,
Den Regen treibt der Wind von Westen.
Schon stehen grau gebeugt die Bäume,
Und braune Blätter zittern in den Ästen.

Dort schallen kalt die Nachtgeräusche,
Wo Schatten übers Pflaster fliegen.
Die Ampel- und Laternenlichter
Sich lebensmüd’ im Winde wiegen.

Und Glockenschlägetodesgrollen,
Es rollt auf bronzeroten Rädern
Durch die vom Sturm gefegten Gossen,
Vorbei an unsern warmen Gräbern.