Alexandrianisches Licht

Worte benetzen die Seele, tauig,
Zwängen sich tröpfeln zwischen die Enden
Winterschlafender Neuronen, spannend,
Und winden sich über schwarze Barrieren, verwegen.

Ein feines Knistern, unhörbar,
Fließt durch den Schädel, emognetisch,
Poren öffnen sich, erregt,
Sinne tasten sich heraus, begierig.
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Intermission – zum Ersten

Wir haben den Rand der Erde und das Ende des Universums verloren. Wir haben uns das Ende der Geschichte ersponnen und atmen nun angewidert den Aasgeruch dieser verstorbenen Chimäre ein. Wir haben unsere Lieder verkauft und können sie nun stromliniengeformt auf die Festplatte laden. Wir haben wie übermütige Kinder alle Türen aufgestoßen, doch wären manche besser geschlossen geblieben.
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Und Satan lacht

Heute, wo wir kleine Mäuse sind,
So klein, dass wir uns in den Spiegelsplittern
Nicht mehr wiederfinden,
So leise, dass unsere Stimmen vom Grillenzirpen
Übertönt wird,
So verzagt, dass unsere Blicke kraftlos
An der Erde haften,
So selbstverloren, dass wir die Sterne nicht mehr
Bei ihren Namen nennen können,
Heute sind unsere Schädel ausgeschabt
Wie fort geworfene Nussschalen.
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